Alle Schweizer Bundesbehörden

Notfallschutz

Der Notfallschutz hat zum Ziel, die betroffene Bevölkerung und deren Lebensgrundlagen zu schützen und die Auswirkungen eines Ereignisses, bei dem Radioaktivität freigesetzt wird bzw. nicht ausgeschlossen werden kann, zu begrenzen. Die Aufgaben der Stellen beim Bund, den Kantonen, Regionen und Gemeinden sowie bei den Betreibern von Kernanlagen sind in der Notfallschutzverordnung geregelt.

Die Ziele des Notfallschutzes gemäss Notfallschutzverordnung sind:

  • die betroffene Bevölkerung und ihre Lebensgrundlagen zu schützen;
  • die betroffene Bevölkerung zeitlich begrenzt zu betreuen und mit dem Nötigsten zu versorgen;
  • die Auswirkungen eines Ereignisses zu begrenzen.

Um jede Kernanlage werden zwei Zonen festgelegt:

Zone 1 umfasst ein Gebiet, in dem bei einem schweren Störfall eine Gefahr für die Bevölkerung entstehen kann und Schutzmassnahmen sofort erforderlich sind.

Die Zone 2 schliesst an die Zone 1 an und umfasst ein Gebiet, in dem bei einem schweren Störfall eine Gefahr für die Bevölkerung entstehen kann, die Schutzmassnahmen erfordert.

Das ENSI führt die Zonenpläne als minimales Geodatenmodell «Zonenpläne für die Notfallplanung» (GeoIV Identifikator 178, Download als ZIP-Datei). Sie sind auch auf dem Geoportal des Bundes veröffentlicht.

Die für den Notfallschutz in der Umgebung von Kernanlagen beteiligten Notfallschutzpartner sind:

News

  • Artikel, News

    Gesamtnotfallübung 2026: Erste Bilanz positiv

    Vom 14. bis 18. September 2026 nahm das ENSI an der Gesamtnotfallübung des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz BABS teil. Dabei hat es unter anderem die Prozesse der eigenen Notfallorganisation und die Zusammenarbeit mit Partnern des Bevölkerungsschutzes geübt und überprüft. Das BABS zieht eine positive erste Bilanz der Übung: Die Behörden und Einsatzorganisationen hätten die Übungsziele erreicht…

  • Kernkraftwerk Beznau mit Reaktor 1 und 2 Ansicht
    Artikel, News

    ENSI beteiligt sich an Gesamtnotfallübung 2026 des Bundes

    Vom 14. bis 18. September 2026 nimmt das ENSI an der Gesamtnotfallübung des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz BABS teil. Die Übung basiert auf einem fiktiven Vorfall im Kernkraftwerk Beznau. Das ENSI nutzt Notfallübungen unter anderem, um die Prozesse der eigenen Notfallorganisation und die Zusammenarbeit mit Partnern des Bevölkerungsschutzes zu üben und zu überprüfen.

  • Superpuma NAZ
    Artikel, News

    Messflüge der NAZ 2026: Keine erhöhten Radioaktivitätswerte festgestellt

    Im Rahmen der diesjährigen Aeroradiometrie-Messflüge untersuchte die Nationale Alarmzentrale (NAZ) die Kernkraftwerke Beznau und Leibstadt sowie die Kernanlagen des Paul Scherrer Instituts und der Zwilag. Dabei stellte sie keine erhöhten Radioaktivitätswerte ausserhalb der Betriebsareale fest. Gegenüber den Vorjahren zeigten die Messresultate keine Veränderungen.

  • Strahlenschutzbericht 2025
    Artikel, News

    Wirksamer Strahlenschutz in Schweizer Kernanlagen erneut bestätigt

    Der Strahlenschutzbericht 2025 des ENSI zeigt: Alle Schweizer Kernanlagen hielten die gesetzlichen Vorgaben für die Abgabe radioaktiver Stoffe an die Umwelt und zur Strahlenexposition ihres Personals mit grossen Margen ein. Das ENSI überprüfte dies im Berichtsjahr mittels Inspektionen, Messungen und Kontrollen.

  • Artikel, News

    Übung mit Lastwagen beim Kernkraftwerk Beznau

    Am Dienstag, 3. März 2026 üben Einsatzkräfte des Bundes, der Armee und des Kernkraftwerks Beznau (AG) den Transport von Notfallmaterial. Dabei werden verschiedene Lasten vom Lager Reitnau (AG) zum Kernkraftwerk transportiert und an unterschiedlichen Absetzpunkten auf dem KKW-Gelände platziert. Die Lärmbelastung für die Bevölkerung wird möglichst gering gehalten.

  • Sirenentest und Alertswiss
    Artikel, News

    Sirenentest 2026 – am Mittwoch ab 13.30 Uhr

    Am Mittwoch, 4. Februar 2026, ertönt in der Schweiz der jährliche Sirenentest. Der «Allgemeine Alarm» wäre auch bei einem schweren Störfall in einem Schweizer Kernkraftwerk zu hören. Das ENSI würde in einer solchen Situation die Behörden bei der Anordnung von Schutzmassnahmen beraten.

Hintergrundartikel

  • Ausbreitungsrechnungen für Schweizer Kernanlagen
    Hintergrundartikel

    Ausbreitungsmodelle

    Bei einer ungeplanten Freisetzung von radioaktiven Stoffen in der Atmosphäre kommt dem Schutz der Bevölkerung und der Lebensräume höchste Priorität zu. Dazu ist es wesentlich, die potenziell durch die radioaktiven Stoffe gefährdeten Gebiete möglichst früh zu kennen. Vor Beginn einer Freisetzung von radioaktiven Stoffen kann allerdings noch nicht auf Radioaktivitätsmessungen in der Umgebung zurückgegriffen werden.…

  • Artikel, Hintergrundartikel

    MADUK: Regen kann die Resultate der Radioaktivitätsmessung beeinflussen

    Während eines Sommergewitters nach einer längeren Trockenperiode oder bei Starkniederschlägen steigen meist auch die Messwerte der MADUK-Sonden rund um die Kernkraftwerke in der Schweiz an. Dies hat in der Regel nichts mit dem benachbarten KKW zu tun, sondern mit natürlichen radioaktiven Stoffen, die der Regen aus der Luft auswäscht.

  • Artikel, Hintergrundartikel

    Expertise für den Fall der Fälle

    «Bei einem nuklearen Unfall nutzen wir unser Wissen zum Schutz der Bevölkerung. Im Fall der Fälle würde ich im geschützten Notfallraum des ENSI computergestützte Prognosen zur Ausbreitung der radioaktiven Wolke erstellen. So können wir die Gefährdung der Bevölkerung abschätzen und Schutzmassnahmen am richtigen Ort empfehlen. Wir üben den Ernstfall immer und immer wieder – und…

Dokumente