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ENSI beteiligt sich an Gesamtnotfallübung 2026 des Bundes

Vom 14. bis 18. September 2026 nimmt das ENSI an der Gesamtnotfallübung des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz BABS teil. Die Übung basiert auf einem fiktiven Vorfall im Kernkraftwerk Beznau. Das ENSI nutzt Notfallübungen unter anderem, um die Prozesse der eigenen Notfallorganisation und die Zusammenarbeit mit Partnern des Bevölkerungsschutzes zu üben und zu überprüfen.

Kernkraftwerk Beznau mit Reaktor 1 und 2 Ansicht

Die Medienmitteilung des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz BABS im Wortlaut:

Bern, 10.09.2026 — Vom 14. bis 18. September üben Stellen des Bundes, der Kantone sowie technische Betriebe die Bewältigung eines Unfalls im Kernkraftwerk Beznau (KKB). Zur Übung gehören Radioaktivitätsmessflüge, Lastwagentransporte und der Einsatz von Messequipen. Gesamtnotfallübungen finden alle zwei Jahre statt.

Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz BABS führt alle zwei Jahre zusammen mit Partnerorganisationen im Bevölkerungsschutz und im Turnus mit einem der drei sich in Betrieb befindenden Schweizer Kernkraftwerke eine Gesamtnotfallübung (GNU) durch. Dieses Jahr findet die GNU in Zusammenarbeit mit dem Kernkraftwerk Beznau statt. Sie dauert vom 14. bis 18. September 2026.

Unter anderem wird der Transport von Notfallmaterial wie Generatoren und Pumpen mit Lastwagen der Armee geübt. Dabei kommt es zu Transportbewegungen zwischen dem Kernkraftwerk Beznau und anderen Einrichtungen. Die Übung können also auch Aussenstehende bemerken.

Der Betrieb des Kernkraftwerks wird von der Übung nicht beeinflusst.

Im Rahmen der GNU finden am Donnerstag, 17. September, Radioaktivitätsmessflüge statt. Ein mit einem speziellen Messgerät ausgestatteter Super Puma-Helikopter der Luftwaffe wird dabei am Vor- und Nachmittag in der Grossumgebung des Kernkraftwerks Beznau Messungen durchführen. Die Flugrouten werden auf der Basis des Übungsszenarios und der tatsächlichen Wetterlage festgelegt. Der Helikopter wird dabei in einer Höhe von rund 100 Metern über dem Boden in parallelen Bahnen fliegen. Zwischen 12.00 und 13.30 Uhr ist eine Mittagspause vorgesehen.

Zusammenarbeit zum Schutz der Bevölkerung

Ziel der Übung ist das Training von Behörden und Einsatzorganisationen. In einem Schlussbericht wird aufgezeigt, welche Planungen und Prozesse sich bewährt haben und wo Optimierungspotenzial besteht.

Zu den übenden Stellen gehören neben dem Kernkraftwerk Beznau unter anderen das Eidgenössische Nuklearsicherheitsinspektorat ENSI, die Nationale Alarmzentrale NAZ, die Gruppe Verteidigung, das Bundesamt für Gesundheit BAG, mehrere Kantonslabors, der Kantonale Führungsstab Aargau sowie Führungsstäbe weiterer Kantone und Partnerorganisationen.

Weitere Informationen

Medienmitteilung des BABS

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