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Projekt BALDER

© Copenhagen Atomics
BALDER Workflow
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BALDER steht für «Bereitstellung der Auslegungs- und Lizenzierungs-Dokumente für den Ersten MS-Reaktor» und bezeichnet das Forschungsprojekt, welches das Paul Scherrer Institut (PSI) zusammen mit dem dänischen Unternehmen Copenhagen Atomics am Standort in Villigen durchzuführen beabsichtigt.

Das Projekt

Im Rahmen des Projekts BALDER plant das Paul Scherrer Institut (PSI), zusammen mit dem dänischen Start-up-Unternehmen Copenhagen Atomics einen Flüssigsalzreaktor, auch Salzschmelzreaktor oder Molten Salt Reactor (MSR) genannt, zu testen. Es handelt sich dabei um ein neuartiges Konzept eines Small Modular Reactors (SMR) in der Form eines Frachtcontainers, der auf dem Gelände des PSI in Villigen installiert und getestet werden soll.

Das PSI beabsichtigt die Anlage zu Testzwecken während einer begrenzten Zeit von einem Monat und mit einer reduzierten Leistung von einem Megawatt (thermisch) zu betreiben. Nach seinen Angaben wird das Gefährdungspotenzial des geplanten Testreaktors als gering nachgewiesen werden. Demnach hat das PSI vor, gemäss Artikel 22 Absatz 1 der Kernenergieverordnung, ein Bewilligungsgesuch für eine Kernanlage mit geringem Gefährdungspotenzial einzureichen.

Für eine Kernanlage mit geringem Gefährdungspotenzial ist gemäss Kernenergiegesetz keine Rahmenbewilligung erforderlich.

Nötig sind hingegen eine Bau- und eine Betriebsbewilligung des Eidgenössischen Departements für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation UVEK sowie eine Serie von technischen Freigaben des ENSI. Das Bewilligungsgesuch und die erforderlichen Unterlagen sind beim Bundesamt für Energie BFE einzureichen. Die Aufgabe des ENSI im Bewilligungsverfahren ist es, die Aspekte der nuklearen Sicherheit und Sicherung zu prüfen und zu begutachten bzw. freizugeben.

Für weitere bewilligungsrelevante Aspekte, beispielsweise den Umweltschutz oder die Raumplanung, sind andere Behörden, wie das Bundesamt für Umwelt (BAFU) oder das Bundesamt für Raumentwicklung (ARE), zuständig. Aktuell erarbeitet das PSI in Zusammenarbeit mit Copenhagen Atomics die für das Bewilligungsverfahren erforderlichen Unterlagen. Nach derzeitigem Kenntnisstand des ENSI beabsichtigt das PSI die Gesuchsunterlagen frühestens in der zweiten Hälfte 2026 einzureichen.


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