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Eidgenössisches Nuklearsicherheitsinspektorat ENSI
Im Kernkraftwerk Beznau 2 (KKB2) kam es heute zu einer Reaktorschnellabschaltung. Die Anlage verhielt sich dabei auslegungsgemäss. Alle Schutzziele wurden eingehalten. Eine Gefahr für Mensch und Umwelt bestand zu keiner Zeit.
Im KKW Beznau 1 kam es zu einer Reaktorschnellabschaltung als Folge eines zu hohen Füllstandes in einem Dampferzeuger. Der Grund war ein blockiertes Speisewasserregelventil.
Im Zuge einer Schalthandlung zur Vorbereitung einer Funktionsprüfung im Notstand-Brunnenwassersystem des Blocks 2 stellte am 12. Juli 2024 das Betriebspersonal des KKW Beznau an einem manuellen Antrieb einer Armatur eine Beschädigung fest.
Am 25. Juni 2024 kam es während des Anfahrens der Anlage nach der Revisionsabstellung, noch unter 5 % thermischer Leistung, zu einer Störung eines Messkanals der Impulsbereichsmessung (Teil der Neutronenflussmessung).
Heute Morgen kurz nach 08:00 Uhr wurde im Gebäude der Plasma-Anlage des Zwilag in Würenlingen ein Brandalarm ausgelöst. Grund war eine starke Rauchentwicklung in der Ofenhalle. Die Feuerwehr und der Notfallstab der Zwilag Zwischenlager Würenlingen AG wurden unverzüglich aufgeboten und das ENSI wurde informiert. Die Situation ist unter Kontrolle. Es besteht keine Gefahr für Mensch…
Nach weiteren Abklärungen konnte der Block 1 des KKB den Leistungsbetrieb am 28. Oktober 2024 wiederaufnehmen. Das KKB hat sich durch umfangreiche Prüfungen an den Speisewasserbehältern sowie rechnerische Nachweise davon überzeugt, dass ein globales Behälterversagen beim Anfahren auszuschliessen ist.
Am 9. Mai 2024 wurde während eines Anlagenrundgangs durch das Personal im Maschinenhaus des KKW Beznau am Speisewasserbehälter einer Turbogruppe des Blocks 2 eine Tropfleckage festgestellt.
Am 18. April kam es infolge eines fehlerhaften Öffnens eines 50-kV-Hochspannungs-Leistungsschalters und am 16. Mai 2024 durch fehlerhaftes Öffnen mehrerer Hochspannungs-Leistungsschalter im Unterwerk Beznau zu einem Ausfall der jeweiligen 50-kV-Fremdnetz-Einspeisung des KKB.
Während des Abfahrens des KKW Leibstadt zur Jahreshauptrevision kam es zu einer automatischen Reaktorschnellabschaltung. Direkte Ursache war das unerwartete Öffnen des Blockleistungsschalters, was die Anlage vom externen 380-kV-Netz trennte.