Von Warschau nach Brugg (AG), über St-Ursanne (JU) nach Stadel (ZH) und zurück nach Warschau. Der dreitägige Besuch der Państwowa Agencja Atomistyki (PAA) in der Schweiz fand Mitte November 2025 statt und startete beim ENSI in Brugg. Dort tauschten sich die beiden Nuklearaufsichtsbehörden unter anderem über ihre regulatorischen Tätigkeiten, unter anderem zum Thema Inspektionen, und die Sicherheitskultur aus. Das ENSI erläuterte weiter in St-Ursanne beim Felslabor Mont Terri die Forschung in Zusammenhang mit dem geologischen Tiefenlager und die schweizerische Vorgehensweise zur Entsorgung der radioaktiven Abfälle. Die Besichtigung des für den Bau eines Tiefenlagers für die radioaktiven Abfälle der Schweiz vorgesehenen Gebiets in Stadel und die Präsentation des Bauvorhabens der Nagra in Anwesenheit einer Vertreterin des Bundesamts für Energie rundeten den dreitägigen Besuch der polnischen Nuklearaufsichtsbehörde PAA ab.
Der Austausch fand im Rahmen des polnischen Kernkraftwerkprogramms und der Vorbereitung des bevorstehenden Beginns des Bewilligungsprozesses für den Bau des ersten Kernkraftwerks Polens statt. Bereits 2017 war die polnische Aufsichtsbehörde mit einer Delegation beim ENSI zu Besuch, nachdem die beiden Behörden 2016 eine Absichtserklärung (Memorandum of Understanding, MoU) unterzeichnet hatten.
«Wir schätzen unsere enge Zusammenarbeit und freuen uns darauf, diese Partnerschaft weiter auszubauen», sagte dazu Marc Kenzelmann, Direktor des ENSI. Andrzej Głowacki, Präsident der PAA, fügte hinzu: «Wir betrachten die internationale Zusammenarbeit als ein sehr wichtiges Instrument zur Stärkung der Kompetenz der PAA. Der Besuch in der Schweiz und die Gespräche mit Kolleginnen und Kollegen des Eidgenössischen Nuklearsicherheitsinspektorats (ENSI) dienen der Erweiterung des Wissens und der praktischen Fähigkeiten unserer Mitarbeitenden.»









