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Notfallschutz

Der Notfallschutz hat zum Ziel, die betroffene Bevölkerung und deren Lebensgrundlagen zu schützen und die Auswirkungen eines Ereignisses, bei dem Radioaktivität freigesetzt wird bzw. nicht ausgeschlossen werden kann, zu begrenzen. Die Aufgaben der Stellen beim Bund, den Kantonen, Regionen und Gemeinden sowie bei den Betreibern von Kernanlagen sind in der Notfallschutzverordnung geregelt.

Die Ziele des Notfallschutzes gemäss Notfallschutzverordnung sind:

  • die betroffene Bevölkerung und ihre Lebensgrundlagen zu schützen;
  • die betroffene Bevölkerung zeitlich begrenzt zu betreuen und mit dem Nötigsten zu versorgen;
  • die Auswirkungen eines Ereignisses zu begrenzen.

Um jede Kernanlage werden zwei Zonen festgelegt:

Zone 1 umfasst ein Gebiet, in dem bei einem schweren Störfall eine Gefahr für die Bevölkerung entstehen kann und Schutzmassnahmen sofort erforderlich sind.

Die Zone 2 schliesst an die Zone 1 an und umfasst ein Gebiet, in dem bei einem schweren Störfall eine Gefahr für die Bevölkerung entstehen kann, die Schutzmassnahmen erfordert.

Das ENSI führt die Zonenpläne als minimales Geodatenmodell «Zonenpläne für die Notfallplanung» (GeoIV Identifikator 178, Download als ZIP-Datei). Sie sind auch auf dem Geoportal des Bundes veröffentlicht.

Die für den Notfallschutz in der Umgebung von Kernanlagen beteiligten Notfallschutzpartner sind:

News

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    Beurteilung der Gefährdung durch Extremhochwasser der Aare: Hauptstudie lanciert

    Seit 2013 arbeitet das Eidgenössische Nuklearsicherheitsinspektorat ENSI mit dem Bundesamt für Umwelt BAFU, dem Bundesamt für Energie BFE sowie dem Bundesamt für Bevölkerungsschutz BABS im Rahmen des Projekts EXAR zusammen. Das Ziel dieses Projekts ist es, einheitliche und kohärente Gefährdungsgrundlagen für extreme Hochwasserereignisse an der Aare, wie sie alle 10’000 Jahre einmal vorkommen können, auszuarbeiten.…

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    Nicht-nukleare Gefahrenstoffe behindern Notfallmassnahmen in Kernkraftwerken nicht

    Das ENSI konnte sich davon überzeugen, dass nicht-nukleare Gefahrenstoffe die Notfallmassnahmen in Schweizer Kernkraftwerken im Fall eines Unglücks nicht beeinträchtigen. Damit konnte ein weiterer Prüfpunkt aus dem Aktionsplan Fukushima abgeschlossen werden.

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    MADUK: ENSI veröffentlicht Messwerte aus über 20 Jahren

    Das Eidgenössische Nuklearsicherheitsinspektorat ENSI hat seine Web-Applikation für Messwerte der Radioaktivität in der Umgebung der Kernkraftwerke ausgebaut. Ab sofort sind sämtliche Messwerte des MADUK-Systems seit Messbeginn 1994 auf der ENSI-Webseite verfügbar. Alle Echtzeit-Daten des Messnetzes sind nach wie vor öffentlich.

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    Neues automatisches Messnetz überwacht die Radioaktivität in Aare und Rhein

    Zur Überwachung der Radioaktivität in der Umgebung der schweizerischen Kernkraftwerke betreibt das Eidgenössische Nuklearsicherheitsinspektorat ENSI sein eigenes Messnetz. Die Messsonden dieses MADUK-Messnetzes liefern rund um die Uhr Daten, die online abgebildet werden. Das Bundesamt für Gesundheit BAG hat seit Kurzem ein eigenes Messnetz, das unterhalb der Kernkraftwerke in der Aare und im Rhein sowie in…

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    ENSI modelliert die Aktivitätskonzentrationen im Regenwasser bis 100 Kilometer Entfernung nach einem KKW-Unfall

    Der Kanton Basel Stadt erwägt für den Fall einer starken Kontamination des Rheins die Grundwasseranreicherung durch Rheinwasser mit einer Flusswasserentnahme aus der Wiese zu ergänzen. Infolge des deutlich kleineren Einzugsgebiets stellte der Kanton die Frage nach der potentiellen Gefährdung durch kontaminierten Regen bei einem KKW-Unfall. Das Eidgenössische Nuklearsicherheitsinspektorat ENSI hat die Aktivitätskonzentrationen im Regenwasser bis…

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    BABS: Gesamtnotfallübung 2015 erfolgreich durchgeführt

    In den vergangenen zwei Tagen hat das Eidgenössische Nuklearsicherheitsinspektorat ENSI an der Gesamtnotfallübung 2015 teilgenommen. Dabei hat es die eigenen Prozesse und die Zusammenarbeit mit den Notfallschutzpartnern überprüft.

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    BABS: Gesamtnotfallübung 2015 mit dem Kernkraftwerk Gösgen

    Das Eidgenössische Nuklearsicherheitsinspektorat ENSI nimmt an der diesjährigen Gesamtnotfallübung teil. Im Rahmen der Überprüfung des Notfallschutzes im Kernkraftwerk Gösgen hat das ENSI unter anderem die Aufgabe, die Nationale Alarmzentrale NAZ zu beraten. Die Übung findet am 15. und 16. September 2015 statt.

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    ENSI berücksichtigt Gefährdungsmodell 2015 des Schweizerischen Erdbebendienstes SED

    Bis Ende dieses Jahres wird das Eidgenössische Nuklearsicherheitsinspektorat ENSI zur Erdbebengefährdungsanalyse der Betreiber der Kernkraftwerke Stellung nehmen und die Gefährdungen festlegen. Dabei wird die Nuklearaufsichtsbehörde auch das neue Erdbebengefährdungsmodell 2015 des Schweizerischen Erdbebendienstes SED berücksichtigen.

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    Vorgehen des ENSI bei Störfallbeurteilung wird breit gestützt

    Drei Organisationen der Antiatombewegung werfen dem Eidgenössischen Nuklearsicherheitsinspektorat ENSI vor, die Schweizerische Gesetzgebung falsch anzuwenden. Dies trifft nicht zu. Das Vorgehen der Nuklearaufsichtsbehörde wird von verschiedenen Bundestellen sowie weiteren Fachgremien gestützt.