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Eidgenössisches Nuklearsicherheitsinspektorat ENSI
Durch ein schweres Erdbeben und die daraus folgenden Tsunamis kam es am 11. März 2011 im Kernkraftwerk Fukushima Dai-ichi zu einem schweren Reaktorunglück. Das ENSI hat daraufhin sofortige Massnahmen ergriffen und die Schweizer KKW anhand der Analyse der Ereignisse in Japan überprüft.
Neun Monate nach der Havarie im Kernkraftwerk Fukushima arbeitet Japan daran, die Strahlenbelastung in der Unfallregion einzudämmen. Vor welchen Herausforderungen das Land dabei steht, zeigt der neue ENSI-Bericht zu den radiologischen Auswirkungen des Unfalls vom 11. März 2011. Die Lehren für den Schweizer Strahlenschutz hat das ENSI bereits Ende Oktober gezogen.
Die Analyse des Unfalls von Fukushima bestätigt: Die Schweizer Kernanlagen sind sicher. Das Eidgenössische Nuklearsicherheitsinspektorat ENSI hat aber eine Vielfalt von Erkenntnissen (Lessons Learned) aus Fukushima identifiziert.
Unmittelbar nachdem am 11. März 2011 die ersten Livebilder vom Unfall im Kernkraftwerk Fukushima Dai-ichi in alle Welt ausgestrahlt wurden, hat das Eidgenössische Nuklearsicherheitsinspektorat ENSI eine interne Expertengruppe aus Ingenieuren, Geo- und Nuklearphysikern und Psychologen eingesetzt.
FORGE, Fate of Repository Gases: Die in einem geologischen Tiefenlager eingelagerten Metalle und organischen Stoffe produzieren durch Korrosionsprozesse oder aufgrund des Stoffwechsels von vorhandenen Mikroben Gase wie Wasserstoff und Methan in den Einlagerungsstollen.
ARTIST, Aerosol Trapping in the Steam Generator: Das internationale Projekt ARTIST untersucht DWR-Unfallsequenzen mit Kernschmelze, Dampferzeuger-Heizrohrbruch und fehlerhafter Isolation des Dampferzeugers.
Entwicklungs- und Forschungsarbeiten auf dem Gebiet der Radioanalytik: In der Radioanalytik werden chemische und physikalisch-chemische Untersuchungen in Verbindung mit Kernstrahlungsmessungen an verschiedensten radionuklidhaltigen Proben durchgeführt.
KORA, Korrosionsrisswachstum in austenitischen Strukturwerkstoffen: KORA beschäftigt sich mit Alterungsvorgängen an Stahlkomponenten des Primärkreislaufs von KKW, namentlich mit zwei Prozessen: Spannungsrisskorrosion und Korrosionsermüdung.
Im Falle von Tschernobyl wurden sehr schnell nach Beginn des Unfalls grosse Mengen an Radioaktivität freigesetzt. Dadurch konnte keine rechtzeitige Evakuierung erfolgen.