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Eidgenössisches Nuklearsicherheitsinspektorat ENSI
Im KKW Leibstadt ist es im September 2018 zu einer unerwarteten Erhöhung der Ortsdosisleistung am Abstellplatz des Wasserabscheiders gekommen. Dieses Vorkommnis wird vom ENSI der Stufe 1 auf der internationalen Ereignisskala INES zugeordnet. Die Aufsichtsbehörde stellt nun zwei Forderungen an das KKW Leibstadt.
Das Kernkraftwerk Gösgen ist zur Reparatur einer Leckage im nichtnuklearen Bereich der Anlage abgefahren worden. Das Abfahren erfolgte am Samstag, dem 2. Februar 2019, um 18:00 Uhr. Der Schutz von Mensch und Umwelt war jederzeit gewährleistet.
Ein Mitarbeiter des Kernkraftwerks Leibstadt hat seit 2016 Daten in Prüfprotokolle eingetragen ohne die Prüfung durchgeführt zu haben. Der Vorfall hatte keine unmittelbaren Auswirkungen auf den sicheren Betrieb des Kernkraftwerks. Weil es sich dabei aber um einen schweren Fall von menschlichem Fehlverhalten handelt, verlangt das Eidgenössische Nuklearsicherheitsinspektorat ENSI jetzt eine tiefgreifende Überprüfung der Sicherheitskultur.
Bei einem regelmässigen Test hat das Kernkraftwerk Leibstadt am 4. Mai 2018 festgestellt, dass zwei Kühlwasserarmaturen im Notstandsystem SEHR geschlossen anstatt gedrosselt waren.
Im Kernkraftwerk Leibstadt waren in der zweiten Hälfte des Aprils 2018 drei der insgesamt fünf Teilsysteme des Notstand- und des Kernnotkühlsystems nicht oder nur eingeschränkt betriebsbereit. Die Wärmeabfuhr aus dem Reaktor wäre bei einem Störfall trotzdem jederzeit gewährleistet gewesen. Das Eidgenössische Nuklearsicherheitsinspektorat ENSI ordnet das Vorkommnis der Stufe 1 der internationalen Ereignisskala INES zu.
Am 11. Juli 2018 führte die Schichtmannschaft eine periodische Reaktorschutzprüfung durch. Dabei kam es um 13:54 Uhr zu einer Fehlbedienung. Die Anlage reagierte auslegungsgemäss auf diese Fehlbedienung.
Am 7. März 2018 fand im KKM der monatliche Test einer Speisewasserpumpe statt. Nach Abschaltung der Reservepumpe stieg die Aktivität im Frischdampf kurzzeitig an.
Die Kernanlagen in der Schweiz sind im Betriebsjahr 2017 sicher betrieben worden. Zu diesem Schluss kommt das Eidgenössische Nuklearsicherheitsinspektorat ENSI in seinem Aufsichtsbericht. Das Aufsichtsjahr 2017 wurde zudem geprägt durch längere Stillstände, die den Block 1 des Kernkraftwerks Beznau und das Kernkraftwerk Leibstadt betrafen.
Kernkraftwerk Leibstadt war das Notstandssystem während zwei Monaten nur eingeschränkt verfügbar. Dies hat die Betreiberin dem Eidgenössischen Nuklearsicherheitsinspektorat ENSI gemeldet und das Vorkommnis der Stufe 1 der internationalen Ereignisskala INES zugeordnet. Das ENSI wird den KKL-Bericht analysieren und dazu Stellung nehmen.