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Eidgenössisches Nuklearsicherheitsinspektorat ENSI
Das Aufsichtsjahr 2015 war geprägt vom Stillstand der beiden Blöcke des Kraftwerks Beznau in der gesamten zweiten Jahreshälfte. Die in Betrieb stehenden Kernkraftwerke in der Schweiz weisen einen guten Zustand auf und erfüllen die Sicherheitsanforderungen. Dies ist das Fazit des Eidgenössischen Nuklearsicherheitsinspektorats ENSI in seinem neuen Aufsichtsbericht 2015.
Die falsche Einbaulage des Ölbehälters wurde umgehend korrigiert und die Funktionstüchtigkeit der Rückschlagklappe erfolgreich geprüft. Eine Kontrolle aller anderen baugleichen Armaturen zeigte korrekt montierte Ölbehälter.
Im Rahmen des Testprogrammes zum Wiederanfahren nach der jährlichen Revision führte die Schichtmannschaft des KKW Mühleberg am 2. September 2015 einen manuell ausgelösten Turbinenschnellschluss an einer der beiden Turbinengruppen durch.
Am 13. Juli 2015 ist es im Kernkraftwerk Gösgen zu einer Reaktorschnellabschaltung gekommen. Die Anlage verhielt sich auslegungsgemäss und war stets in einem sicheren Zustand.
Das ENSI hat im Zusammenhang mit dem Vorkommnis weitere Untersuchungen zur direkten Fehlerursache bei einem Schalter und zusätzliche Überlegungen mit Bezug auf probabilistische Analysen gefordert. Diese werden vom ENSI geprüft und gegebenenfalls werden weitere Massnahmen verlangt.
Als Folgemassnahmen sieht der Betreiber vor, die Abläufe am 13. Juli 2015 in Detail zu überprüfen, um das Verbesserungspotenzial unter anderem in Bezug auf Kommunikation und Schulung zu identifizieren und die notwendigen Anpassungen umzusetzen.
Im Kernkraftwerk Leibstadt ist ein Defekt an der Kühlung des Generators festgestellt worden. Für die Reparatur wurde die Anlage am Samstagmorgen abgeschaltet. Der Defekt führte zu keiner Abgabe radioaktiver Stoffe an die Umwelt.
Die vom KKM getroffenen Massnahmen erachtet das ENSI als ausreichend und erhebt daher keine Forderungen. Der Analysebericht zur defekten Baugruppe wird dem ENSI zugestellt, woraus sich weitere Massnahmen ergeben können.
Beim Wiederanfahren des Kernkraftwerks Mühleberg nach der jährlichen Revision ist es zu einer Reaktorschnellabschaltung gekommen. Diese wurde durch eine Störung im Verhalten des Regelölsystems einer Turbogruppe ausgelöst. Der Schutz von Mensch und Umwelt war zu jeder Zeit gewährleistet. Die Messsonden um das Kernkraftwerk haben keinen Anstieg der Radioaktivität festgestellt.