Verbleibende Ungewissheiten (II): Sollte sich die Quantifizierbarkeit der möglichen glazialen Tiefenerosion im Gebiet Zürcher Weinland als kurzfristig undurchführbar erweisen, in wie fern würde sich die Beurteilung dieses Gebietes bezüglich seiner Eignung als Endlagerstandort im Vergleich zu alternativen Lokalitäten im Opalinuston (z.B. nördlich Lägern, Jurasüdfuss) ändern?
Beantwortet von Nagra
In Bezug auf die Quantifizierbarkeit der glazialen Tiefenerosion wird auf die ausführlichen und umfassenden Antworten zu den Fragen 2, 4 und 24 verwiesen. Selbst Erosionsszenarien, die auf kaum begründbar pessimistischen Annahmen beruhen, lassen den Schluss zu, dass ein Tiefenlager, wie es im Referenzfall der Machbarkeitsstudie „Entsorgungsnachweis“ für das Zürcher Weinland beschrieben ist, auch diesbezüglich mit genügender Robustheit ausgelegt wäre. Diese, in den einschlägigen Berichten der Nagra ausführlich begründete und dokumentierte Aussage, ist gegenwärtig Teil der umfassenden behördlichen Begutachtung des Projekts „Entsorgungsnachweis“.
Aus Sicht der Nagra können Fragen zur möglichen Tiefenerosion im Gebiet des Zürcher Weinlands mit ausreichender Belastbarkeit beantwortet werden.
Daher drängt sich vor einem Abschluss der Beurteilung des Entsorgungsnachweis’ kein Vergleich mit anderen – auch möglichen – Optionen auf.