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ENSI und brasilianische Aufsichtsbehörde ANSN vereinbaren vertiefte bilaterale Zusammenarbeit

Das ENSI und die brasilianische Aufsichtsbehörde ANSN beschliessen einen verstärkten Informations- und Erfahrungsaustausch. Anlässlich eines zweitägigen Besuchs in der Schweiz am 21. und 22. September 2026 unterzeichneten beide Seiten ein Memorandum of Understanding.

ENSI-Direktor Marc Kenzelmann und Alessandro Facure Neves de Salles Soares, Präsident der brasilianischen Aufsichtsbehörde Autoridade Nacional de Segurança Nuclear (ANSN), bekräftigen mit dieser bilateralen Vereinbarung die Absicht, Informationen und Erfahrungen im Bereich der nuklearen Sicherheit und Sicherung auszutauschen.

«Die brasilianische Aufsichtsbehörde ANSN ist erst kürzlich institutionell unabhängig geworden. Mit der gemeinsamen Zusammenarbeit unterstützen wir die ANSN in der unabhängigen Entwicklung mit dem Austausch unserer eigenen Erfahrungen und Erkenntnisse als langjährige und erfahrene unabhängige Aufsichtsbehörde», erklärt ENSI-Direktor Marc Kenzelmann. «Durch den vertieften Austausch in den Bereichen regulatorische Entwicklung, Inspektionen und Cybersicherheit gewinnen auch wir wertvolle Erkenntnisse für unsere eigene Aufsicht.»

Schwerpunkte und Prioritäten für zukünftigen Austausch

Der zweitägige Besuch der ANSN in der Schweiz diente dazu, konkrete Umsetzungsschritte zu vereinbaren, aktuelle Schwerpunkte zu diskutieren und strategische Fragen zu erörtern. Zudem definierten ENSI und ANSN die Prioritäten für die kommenden Fachaustausche.

Thematisch umfasst die Zusammenarbeit unter anderem die Bereiche Führung, regulatorische Aufsicht, Inspektionen, Cybersicherheit, Zukunft der nuklearen Regulierung und Entsorgung.

Für die Umsetzung der Absichtserklärung planen die beiden Aufsichtsbehörden gemeinsame Workshops, technische Besuche, virtuelle Seminare und regelmässige Treffen einer gemeinsamen Arbeitsgruppe.

Internationale Zusammenarbeit stärkt Schweizer Sicherheitsstandards

Mit dem Memorandum of Understanding setzt das ENSI seine Strategie für die internationale Zusammenarbeit fort. Das internationale Engagement stellt sicher, dass das ENSI wichtige Impulse für die eigene Aufsicht erhält und zugleich Schweizer Sicherheitsinteressen bei der Weiterentwicklung internationaler Bestimmungen wirkungsvoll vertritt. Das ENSI hat bereits mit einer Reihe von anderen Ländern vergleichbare Absichtserklärungen zur Zusammenarbeit abgeschlossen. Dazu gehören Aufsichtsbehörden aus Spanien, Deutschland, Frankreich, Kanada, Italien, Österreich, die USA, Finnland und die EU.

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