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IAEA-Generalkonferenz 2026: rascher Ausbau der Kernenergie und regulatorischer Wandel im Fokus

Das ENSI war Teil der Schweizer Delegation bei der Generalkonferenz der IAEA. Gemeinsam mit anderen Aufsichtsbehörden setzte sich das ENSI dafür ein, die hohen Sicherheitsstandards beizubehalten. Dies ist umso wichtiger in einem Umfeld, das von der weltweit schnellen Zunahme bei der Nutzung der Kernenergie geprägt ist.

Die diesjährige 70. Generalkonferenz der Internationalen Atomenergie-Agentur (IAEA) fand vom 14. bis 18. September 2026 in Wien statt. Mit einer Rekordzahl an Teilnehmenden unterstrich die Jubiläumskonferenz die wachsende Bedeutung der internationalen Zusammenarbeit im Nuklearbereich. Im Zentrum stand der weltweit rasche Ausbau der Kernenergie: Die IAEA unterstützt ihre Mitgliedstaaten dabei, die dafür notwendigen Voraussetzungen zu schaffen und gleichzeitig hohe Standards bei nuklearer Sicherheit, Sicherung und Nichtverbreitung zu gewährleisten. Dies ist ein Ziel, zu dem auch die Schweiz und das ENSI mit ihrer Expertise und ihrem Engagement in den internationalen Gremien der IAEA beitragen.

Ein wichtiges Thema war die IAEA-Initiative ATLAS. Diese Initiative zielt darauf ab, regulatorische Ansätze angesichts neuer Nukleartechnologien weiterzuentwickeln und zu harmonisieren. Für das ENSI sind diese Arbeiten auch mit Blick auf den Schweizer Vorsitz der IAEA Commission on Safety Standards (CSS) von besonderer Bedeutung. Weitere Schwerpunkte waren die Anpassung regulatorischer Rahmenbedingungen in verschiedenen Ländern sowie die zunehmende Digitalisierung und der Einsatz künstlicher Intelligenz in Kernanlagen und die damit verbundenen Herausforderungen für die Aufsicht.

Wertvoller bilateraler Austausch

Für das ENSI bot die Generalkonferenz Gelegenheit, sich mit anderen Aufsichtsbehörden auszutauschen. Es fanden bilaterale Gespräche mit Brasilien, Finnland, Frankreich, Kanada, den Niederlanden, Slowenien, der Türkei, den Vereinigten Arabischen Emiraten und dem Vereinigten Königreich statt.

«Der bilaterale Austausch mit anderen internationalen Aufsichtsbehörden war für das ENSI besonders wertvoll», betonte ENSI-Direktor Marc Kenzelmann. «Wir konnten Erfahrungen und Erkenntnisse zu aktuellen sicherheitsrelevanten Fragestellungen teilen, voneinander lernen und unterschiedliche regulatorische Ansätze vergleichen. Dieser direkte Austausch hilft uns, Entwicklungen frühzeitig zu erkennen, unsere Aufsichtstätigkeit kontinuierlich weiterzuentwickeln und die nukleare Sicherheit in der Schweiz zu stärken.»

Vertretung der Schweiz auf höchster Ebene

Die Schweizer Delegation wurde von Benoît Revaz, dem Direktor des Bundesamts für Energie (BFE), geleitet und setzte sich zusammen aus Vertreterinnen und Vertretern des BFE, des Departements für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (UVEK), des Eidgenössischen Departements für auswärtige Angelegenheiten (EDA) sowie des ENSI. Bundesrat Albert Rösti vertrat die Schweiz auf höchster Ebene.

An der Generalkonferenz wurden zudem das Budget für 2027 sowie der Jahresbericht 2025 der IAEA verabschiedet.

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