Das Eidgenössische Nuklearsicherheitsinspektorat ENSI hat am 12. und 13. Mai 2026 in Schaffhausen das vierte Treffen der International Nuclear Safety Policy Advisors Group (INSPAG) organisiert und geleitet. Die Teilnehmenden diskutierten insbesondere über Prozesse und Herausforderungen bei der Aktualisierung internationaler Strategien innerhalb ihrer Behörden. Im Fokus standen dabei die zunehmende Bedeutung der internationalen regulatorischen Zusammenarbeit und die Frage, wie internationale Aktivitäten strategisch priorisiert und effizient ausgestaltet werden können.
Darüber hinaus tauschte sich die INSPAG über verschiedene Ansätze zur Bewertung der Wirksamkeit internationaler regulatorischer Aktivitäten aus. Das Ziel bestand darin, gemeinsame Methoden weiterzuentwickeln, um den Nutzen und die Wirkung der internationalen Zusammenarbeit besser zu erfassen. Weitere Themen waren die aktuellen Entwicklungen und Prioritäten in den einzelnen Ländern sowie länderübergreifende Herausforderungen im internationalen nuklearen Umfeld.
Am Treffen in Schaffhausen begrüsste die INSPAG Italien, Südafrika und die Vereinigten Staaten als neue Mitglieder. Damit zählt die Gruppe neu 16 Ländermitglieder: Belgien, Deutschland, Finnland, Frankreich, Grossbritannien, Kanada, die Niederlande, Österreich, Polen, Schweden, die Schweiz, Spanien und Tschechien. Die INSPAG ist ein Netzwerk von Verantwortlichen für internationale Angelegenheiten und internationale Zusammenarbeit der nuklearen Aufsichtsbehörden.
Die INSPAG wird ihre Arbeiten bis zum nächsten Treffen im Herbst 2026 in Polen fortsetzen. Geplant sind unter anderem die Erarbeitung eines gemeinsamen Best-Practice-Dokuments zur internationalen nuklearen Regulierungszusammenarbeit sowie die Entwicklung einer gemeinsamen Methodik zur Bewertung internationaler regulatorischer Aktivitäten.
Die britische Nuklearaufsichtsbehörde Office for Nuclear Regulation (ONR) wird künftig die Führung und strategische Weiterentwicklung der INSPAG gemeinsam mit der Schweiz gestalten.
Die INSPAG wurde 2024 durch das ENSI initiiert, um die internationale regulatorische Zusammenarbeit im Bereich der nuklearen Sicherheit durch den Austausch von Erfahrungen zu stärken und effizienter zu gestalten. Gemeinsam entwickelt die Gruppe Best Practices weiter und verbesserte Prozesse der internationalen Zusammenarbeit.









