Fachleute des Bereichs Entsorgung des Eidgenössischen Nuklearsicherheitsinspektorats (ENSI) und der Abteilung Aufsicht des deutschen Bundesamtes für die Sicherheit der nuklearen Entsorgung (BASE) diskutierten in Brugg die aktuelle Situation in den beiden Ländern. Sie informierten sich über den aktuellen Stand der jeweiligen Entsorgungsprojekte und tauschten ihre Erfahrungen und Erkenntnisse über die projektbezogenen Aufsichtstätigkeiten aus.
Die Schweiz ist im Standortauswahlverfahren für ein geologisches Tiefenlager für hochradioaktive Abfälle deutlich weiter fortgeschritten als Deutschland und stellte ihre Erfahrungen und Erkenntnisse vor. Deutschland betreibt und baut bereits Endlager für schwach- und mittelradioaktiven Abfall und brachte langjährige Erfahrungen sowie vertieftes Wissen ein, das die Schweiz für die künftige Umsetzung nutzen kann. Zudem verglichen die Teilnehmenden die Entwicklung der Regelwerke in beiden Ländern.
Sebastian Stransky, Abteilungsleiter Aufsicht im BASE, unterstreicht: «Für uns hat der nun mit dem ENSI begonnene fachliche Austausch zu den bisherigen Erfahrungen in der Standortauswahl, und dabei insbesondere zu den Vorgehensweisen, Prozessen und Erfahrungen bei der Prüfung von entsprechenden Antragsunterlagen, eine grosse Bedeutung für unsere eigene Vorbereitung auf die Prüfung des Standortregionenvorschlages im deutschen Standortauswahlverfahren.»
BASE
Das BASE ist die Regulierungs- und Aufsichtsbehörde des Bundes in der Endlagerung sowie Genehmigungsbehörde für den Umgang mit und den Transport von Kernbrennstoffen. Es unterstützt und berät das Bundesumweltministerium in Fragen der nuklearen Entsorgung und Sicherheit. Ausserdem betreibt und koordiniert es Forschung zu seinen Themengebieten.









